01 Jun 2018 1696
Fernanda Meneguetti Devorável
#erfahrungen

120 Stunden in Rio de Janeiro : Fünf intensive Tag in Rio de Janeiro, die wie im Flug vergehen

„Cidade maravilha - purgatório da beleza e do caos". - „Du wunderbare Stadt – Fegefeuer der Schönheit und des Chaos" So lautet die berühmte Strophe eines Lieds vom Anfang der 90er-Jahre, die noch heute auf vielen Festen gesungen wird. Sie gehört zu dem Lied „Rio 40 Graus" von Fernanda Abreu, einem Klassiker der brasilianischen Popmusik, der voll auf die Stadt zutrifft. Jahrzehnte lang war Rio de Janeiro die Stadt der fantastischen Bikinis, des Fußballs und des Karnevals, die zwischen dem Meer und Hügeln liegt und von der Christus Statue beschützt wird, die einen, wenn nicht gar den schönsten Panoramablick der Welt bietet.

In den letzten Jahre hat Rio jedoch eine weltoffenere Atmosphäre gewonnen: durch die Neugestaltung des Hafenbereichs, die neuen Museen und Restaurants, über denen nach wie vor die herrliche Sonne scheint. Hier sind einige Tipps, wie Sie die neuen und alten Angebote nutzen können, um sich an der Schönheit und sogar an dem Chaos zu erfreuen.

Freitag

9 Uhr . Sie wachen mitten an der Copacabana auf oder kommen dort an. Öffnen Sie die Fenster Ihres Zimmers und genießen Sie die frische Brise, um anschließend ins La Finestra, das Restaurant mit Panoramablick des PortoBay Rio Internacional, zu gehen. Käsebrötchen, Detox-Säfte, Tapioka und frisches Obst verleihen Ihrem Morgen einen Hauch Exotik.
11 Uhr . Wie wär es, wenn Sie anstatt zu Fuß mit dem Fahrrad die Strandpromenade entlang schlendern? Bike Rio bietet Ihnen 2.600 Fahrräder, die über 260 strategisch günstig gelegene Radstationen verteilt sind. Es gibt Tagesangebote für R$ 5, die Sie 60 Minuten lang ohne Einschränkung nutzen können und mit denen Sie von der Copacabana bis nach Ipanema kommen.
12 Uhr . Manchen Sie sich diesen Ort zu eigen und genießen Sie zwischen dem einen oder anderen Sprung ins Meer die typischen Leckerbissen an den Stränden Rios: die typischen Globo-Mate-Kekse mit süßem oder salzigem Topping und Zitroneneis (man kann sie bei den fliegenden Händlern bereits fertig im Glas kaufen) sind die klassische Kombination, aber auch ein gegrillter Käse, grüner Mais, ein Becher Açaí mit Bananen und Knuspermüsli, eine Caiprinha oder etwas Kokoswasser sind einen Versuch wert.  

14 Uhr . Wenn es für Sie für ein normales Mittagessen bereits zu spät ist, wie wäre es dann mit einem kurzen Stopp im Vero (R. Visconde de Pirajá, 229, Ipanema, Tel.: 21/3497-8754) für ein Stück Pizza und ein hausgemachtes Eis? Litschi, Ingwer und Zitrone; Himbeere, Hibiskus und Thymian; Bahia-Kakao mit Habanero-Chili; Drachenfrucht; Jambú; Caju Amigo; Jambolana – die aus Bologna stammende Andrea Panzacchi ist ständig auf der Suche nach neuen Geschmacksrichtungen. Kleine Anmerkung: Jede der dreißig Geschmacksrichtungen, die täglich in der Vitrine präsentiert werden, können auch in einem warmen Panino serviert werden, einem weichen und organischen Brötchen.

Foto: Tomás Rangel
15 Uhr . Schlendern Sie bis nach Leblon und von dort aus bis nach Morro Dois Irmãos. Folgen Sie der Rua Gabriel Mufarrej in der Nähe des Kanals des Jardins de Alah und dem Strand, wo Sie eine Hinweisschild der Unidade de Polícia Pacificadora do Vidigal finden. Sie müssen ihr nur folgen. Von dort aus bieten sich Ihnen einige der schönsten Ansichten der Stadt: die Lagoa Rodrigo de Freitas, der Botanische Garten, der Corcovado und, natürlich, die Strände von Leblon und Ipanema. 


Foto: Riotur
18.30 Uhr . Nehmen Sie ein Fahrrad und fahren Sie ins PortoBay Rio Internacional, an die Copacabana zurück. Machen Sie auf Ihrem Weg allerdings kurz im iVenga! Chiringuito (Av. Atlântica, 3880, Copacabana, Tel.: 21/3264-9806) kurz Rast für eine verdiente Pause. Je nachdem, wie es Ihnen gefällt, kann es sich hierbei um einen kurzen Boxenstopp handeln oder um einen längeren Aufenthalt bis weit in die Nacht hinein. Das gemütliche Restaurant mit Blick auf das Meer arbeitet eng mit den Fischern der Colônia de Pesca do Posto 6 zusammen, d. h., die Zutaten für die Tapas, Reisgerichte und Fideuás stammen nur aus der Region, sondern sind auch top frisch. Und sie passen ausgezeichnet zu einem (zwei oder mehreren) Gin Tonic. Die Version mit Thymian, Zitronengras, Basilikum und Zitrone ist so frisch und passt so gut zu den Snacks, dass sie echt gefährlich ist.

Foto: Rodrigo Azevedo

Samstag

10.30 Uhr . Wenn die Strände voll sind, könnte man doch auch in die entgegensetzte Richtung gehen, oder? Der Hafenbereich von Rio, der bis vor Kurzem noch traurig, schmutzig und heruntergekommen war, hat sich in den zauberhaften Porto Maravilha verwandelt. Hier erinnert der historische Rundweg Circuito Histórico e Arqueológico da Celebração da Herança Africana mit seinen Gassen und Kolonialgebäuden an Portugal. Hier sind besonders der hängende Garten Jardim Suspenso do Valongo, am Hang von Morro da Conceição interessant, von dem aus man die Kais Cais do Valongo und Cais da Imperatriz sieht; aber auch Pedra do Sal, wo laut Legende der Samba entstand; der Friedhof Cemitério dos Pretos Novos in der Rua Pedro Ernesto 32, der 1996 entdeckt wurde und heute eine Gedenkstätte für die Sklaven aus Afrika, die die schlechte Behandlung auf dem Weg hierher nicht überlebten.
13 Uhr . Der Spaziergang ist großartig, aber etwas intensiv, nicht wahr? Deshalb ist es Zeit für etwas Abwechslung und somit für das A.S.A. Açaí (R. Sacadura Cabral, 79, Saúde, Tel.: 21/ 2263-9094), ein Restaurant, dass sich auf den Geschmack des Amazonasbeckens spezialisiert hat und Spezialitäten wie Caju-Nüsse einer Genossenschaft aus der Stadt Tailândia im Bundesstaat Pará, die nur aus Frauen besteht; Schokolade aus der Region von Baixo Xingu oder Tapioka, Farinha-d‘Água und Tucumã-Öl aus Irituia anbietet. Es lohnt sich eine Schüssel mit Açai-Beeren zu probieren oder, wenn der Hunger drückt, ein Hähnchen mit Tucupi.
14 Uhr . Wieder zurück auf dem Weg in die Museen gehen Sie ins MAR  (Museu de Arte do Rio), dass sich im ehemaligen Palast von Dom João VI. befindet und eine Ausstellung mit bunten Werken brasilianischer Künstler beherbergt, inklusive eines Stockwerks nur für Künstler aus Rio de Janeiro. Besuchen Sie danach das Museu do Amanhã. Die von Santiago Calatrava entworfene Anlage erstreckt sich auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern am Píer Mauá, in mitten von Wasserflächen und Gärten mit der Signatur der Landschaftsarchitekten von Burle Marx mit Fahrradweg und Freizeitbereich. Sie regt zu Diskussionen über den Einsatz erneuerbare Energien sowie über die Formen der modernen Architektur und ihre Beziehung zur Landschaft an. 

Foto: Alexandre Macieira/Riotur
19 Uhr . Zurück im Hotel können Sie sich einen Drink am Pool gönnen, die Aussicht genießen und sich auf ein unvergessliches Abendessen einstimmen. Die Reservierung im Lasia (Rua Conde de Irajá, 191, Botafogo, Tel.: 21/3449-1854) sollte allerdings schon stehen, am besten für einen der begehrten Tische auf der Terrasse mit Blick in die Küche, wo Sie das stille und rhythmische Ballett von Chefkoch Rafa Costa e Silva und seinem Team bewundern können.
Die Küche des in einem Haus auf dem 20. Jh. eingerichteten Restaurants stützt sich auf brasilianische Zutaten, von denen die meisten aus zwei zum Restaurant gehörenden Gemüsegärten stammen – einer im Westen gelegenen Stadtteil Itanhangá, der andere in Serra Fluminense. Neben einem Michelin-Stern nimmt das Lasai Platz auf der Liste der 50 Besten Restaurants der Welt und Platz 16 unter den besten Restaurants Lateinamerikas ein. Trotzdem ist die Atmosphäre entspannt mit einer aufmerksamen Bedienung und einem verblüffenden Degustationsmenü, das von Snacks bis zu Petit Fours mit Kaffee reicht, aber auch interessante Gemüsevariationen, fangfrischen Fisch oder leckeren Schweinbauch bietet. Sie sollten den passenden Empfehlungen des Sommeliers folgen, der organischen, biodynamischen und natürlichen Weinen den Vorzug gibt, aber auch Raum für Cocktails und raffinierte Biersorten lässt.

Sonntag

11 Uhr . Das gemütliche und entspannte Frühstück mit Blick auf das Meer Strand hat Ihnen Lust auf einen Ausflug zum Strand gemacht? Leider hatten, wie es scheint, auch viele andere diese Idee. Aber es gibt einen Ausweg: genießen Sie etwas Zeit über den Wolken. Der Zuckerhut, die Erlöserstatue Cristo Redentor, die Lagoa Rodrigo de Freitas, der Jockey Club, der Wald von Tijuca, Pedra da Gávea, und Strände, die einer schöner als der andere sind – Barra da Tijuca, Joá, São Conrado, Leblon, Ipanema... Die Stadt unter sich zu haben, ist immer eine gute Investition! Rio2Fly ist ein zuverlässiges Unternehmen mit interessanten Angeboten.
13 Uhr . Da die Flüge vom Flughafen Jacarepaguá aus starten, lohnt es sich den restlichen Tag für einen Ausflug zu den Stränden im Westen von Rio zu nutzen, die zu den Besten zählen. Es lohnt sich zum Beispiel das Badetuch und den Sonnenschirm in Joatinga, in Pepê, am Strand Praia da Reserva, am Strand von Macumba, am FKK-Strand von Abricó oder in Grumari auszupacken.

Alternativ können Sie auch in den Süden der Stadt zurückkehren, genauer zum Restaurant Azur (Av. Delfim Moreira, Posto 11, Leblon, Tel.: 11/98295-0045), von Chefkoch Pedro de Artagão, das direkt am Strand steht. Der Chefkoch leitet übrigens auch das Irajá Gastrô, das Formidable Bistrot, das Petit und das Cozinha Artagão. Bevor Sie sich auf die Hauptspeisen konzentrieren, wie z. B. die typischem Moquecas, das Garnelen-Stroganoff mit Pilzen und Safran, sollten Sie auch die verschiedenen Beilagen probieren. Zu den berühmtesten gehören die gefüllten Teigpasteten mit Palmherzen, Krebsen oder Garnelen mit Catupiry.

Zum Trinken gibt es verschiedene erfrischende Drinks mit Portwein, die Sie wie das Essen auch miteinander teilen können. In diesem Fall sollten Sie sich für Jarra Branca entscheiden, ein Krug mit trockenem weißen Portwein, Trauben, grünem Apfel, Sternfrucht, Rosmarin, Maracuja und Zitronenlimonade.

21 Uhr . Um sich richtig von der Woche zu verabschieden ist die Bar Nosso (R. Maria Quitéria, 91, Ipanema, Tel.: 21/99619-0099) der richtige Ort, die sich hinter einer unauffälligen Fassade über drei Stockwerke erstreckt. Eines der Highlights der Getränkekarte ist der Rum, der sich in den Mojitos, Daiquiris und den im Fass gereiften Kreationen von Barkeeper Tai Barbin, findet.

Die hohe Kunst des Cocktailmischens harmoniert in der Bar auf perfekt Art mit der Küche des jungen Chefkochs Bruno Katz, der hier, nach Reservierung, auch ein Degustationsmenü für vier Personen serviert. Das köstliche Sechs-Gänge-Menü bietet in der Regel frische Austern und Jakobsmuscheln aus der Region.

Montag

9 Uhr . Verlassen Sie das Hotel mit guter Laune: der Botanische Garten (Rua Jardim Botânico, Hausnummer 1008 oder Rua Pacheco Leão, Hausnummer 101 und 915), war der erste seiner Art in Brasilien. Die Idee für diesen Garten hatte Dom João VI. gleich nach der Ankunft der portugiesischen Königsfamilie in Brasilien. Der Prinzregent war davon überzeugt, dass sich die damals sehr beliebten Gewürz des Orients an das Klima anpassen ließen. Auch wenn sich die 540.000 Quadratmeter nicht als gewinnbringendes Geschäft erwiesen, so wurden sie doch Heimat für über 3.400 Pflanzenarten und zugleich zu einer wichtigen Forschungseinrichtung und zu einem Reservat der Biosphäre der Mata Atântica und Teil des nationalen Erbes.

Hier kann man zwischen Orchideen und beeindruckenden Palmen umherschlendern, die die Höhe eines 15-stöckigen Gebäudes erreichen. Auch die Wasserfälle, Seen, Brücken und kleinen Wildtiere sind einen Blick wert. Hier kann Stunden in der beeindruckenden Natur verbringen.
14 Uhr . Auch das Restaurant Xian (R. Almirante Silvio de Noronha, 365, Rooftop, Centro, Tel.: 21/2303-7080) mit mehr als 3.000 Quadratmetern ist gigantisch. Das hört sich wie ein Fehler an, ist aber keiner: Das Restaurant befindet sich in dem an den Flughafen Santos Dumont angeschlossenen Einkaufszentrum Bossa Nova Mall. Hier finden Sie eine Bar, eine Lounge, einen Aufenthaltsbereich, ein Restaurant und einen Nightclub umgeben von Mandalas, einem Karpfenteich, Jabuticabas, exklusiven Gravuren, viel Glas, Holz und Spiegeln und das alles strategisch geschickt vor dem Bucht von Guanabara, dem Zuckerhut, dem Aterro do Flamengo und der Erlöserstatue Cristo Redentor positioniert.

Der Hauptraum mit schonen Frauengemälden der Designerin Silvia Girão zählt zu den beeindruckendsten der Stadt. Das Restaurant hat sich auf von der asiatischen Küche inspirierte Gerichte spezialisiert, die man auch in Spezialbehältern mitnehmen kann. 

Foto: Tomás Rangel
16.30 Uhr . Einfach ein Muss: Nur montags ab 16 Uhr kann man den Samba do Trabalhador im Clube Renascença (R. Barão de São Francisco, 54, Andaraí, Tel.: 21/3253-2322) bewundern. Unter der Leitung des Sängers und Komponisten Moacyr Luz ist dieses Highlight des Sambas die beste Art um die Woche in Hochstimmung zu beginnen.

Und wenn die Füße schon nicht mehr können, dann machen Sie doch einen letzten Abstecher ins Momo (R. Gen. Espírito Santo Cardoso, 50, Tijuca, Tel.: 21/2570-9389), ebenfalls bei Touristen wenig bekannter Anziehungspunkt der Region. Das Doppel aus einem Reiskuchen und Maracuja-Shake ist einfach unschlagbar, aber es gibt noch weitere kulinarische Highlights wie die gefüllten Jiló Tomaten mit Käse und Bratensauce sowie dem Aldir Blanc, eine kleine Grillpfanne mit Hühnerklein, einem samtigen Süßkartoffelpüree, frittierter Quinoa und asiatischen Gewürzen.

Dienstag

9.30 Uhr . Die gelben Straßenbahnen, die das Zentrum Rios mit Santa Teresa verbinden, sind nicht nur ein Postkartenmotiv, sondern dienen den Einwohnern dieses im 17. Jh. entstandenen Stadtteils tatsächlich als Verkehrsmittel. Und es lohnt sich wirklich eine zu besteigen. Von der ersten Haltestelle neben der Metrostation Carioca in der Rua Lélio Gama fährt alle 30 Minuten eine Bahn ab. 
Gehen Sie bis zum Largo dos Guimarães, und starten Sie eine Entdeckungsreise durch die mit Pflastersteinen belegten Straßen mit Handwerksläden, und der Kirche und dem Convento de Santa Teresa (die zum Orden der Unbeschuhten Karmeliten gehören), den Ateliers bildender Künstler, dem Museum Chácara do Céu, mit Gemälden moderner Künstler und dem angrenzenden Parque das Ruínas mit den Überresten eines Palais und einer herrlichen Aussicht, die an sich schon ein Kunstwerk ist, in dem sich aber auch Ausstellungsräume. 

Foto : Pedro Kirilos/Riotur

13 Uhr . Zu dem Zeitpunkt, zu dem der Hunger kommt, sollte man essen, richtig? Ansonsten werden die Berghänge zu einem großen Hindernis! – Gehen Sie bis zum Aprazível (R. Aprazível, 62, Santa Teresa, Tel.: 21/ 2508-9174), das sich auf einem von Pflanzen umstandenen Grundstück befindet und eine atemberaubende Sicht bietet – auf die umstehenden Häuser, auf die Baía de Guanabara, das Sambódromo, die Igreja da Penha, die große Uhr im Zentrum bis zur Serra dos Órgãos.
Hier mischt sich die traditionelle Küche der Familie mit den kulinarischen Traditionen der verschiedenen Regionen Brasiliens. Zu den Klassikern der Speisekarte zählen die typischen Käsebrötchen (nach einem Rezept der Großmutter der Besitzerin mit hausgemachter Wurst oder Schweinefleisch und scharfem Ananasgelee) und der Arroz Carioca, ein Reisgericht mit Garnelen mit Safran, Weißwein, Kokosmilch und Ingwer.

Foto: Tomás Rangel
13 Uhr . Zu dem Zeitpunkt, zu dem der Hunger kommt, sollte man essen, richtig? Ansonsten werden die Berghänge zu einem großen Hindernis! – Gehen Sie bis zum Aprazível (R. Aprazível, 62, Santa Teresa, Tel.: 21/ 2508-9174), das sich auf einem von Pflanzen umstandenen Grundstück befindet und eine atemberaubende Sicht bietet – auf die umstehenden Häuser, auf die Baía de Guanabara, das Sambódromo, die Igreja da Penha, die große Uhr im Zentrum bis zur Serra dos Órgãos.
Hier mischt sich die traditionelle Küche der Familie mit den kulinarischen Traditionen der verschiedenen Regionen Brasiliens. Zu den Klassikern der Speisekarte zählen die typischen Käsebrötchen (nach einem Rezept der Großmutter der Besitzerin mit hausgemachter Wurst oder Schweinefleisch und scharfem Ananasgelee) und der Arroz Carioca, ein Reisgericht mit Garnelen mit Safran, Weißwein, Kokosmilch und Ingwer.


Foto: Pedro Kirilos/Riotur
20 Uhr . Seit den 1970er-Jahren zählt der Franzose Claude Troisgros zu den beliebtesten Küchenchefs Brasiliens. Kaum hatte er das Chez Claude eröffnet, bracht er das entspannte Le Blond (R. Ataufo de Paiva, 1321, Leblon, 21/3322-1440) in Position. Leblon war das erste Viertel des Küchenchefs und als dieser Hundert Jahre alt wurde, eröffnete er zu dessen Ehren hier ein Restaurant. Hier kommen die Töpfe auf den Tisch wie z. B. bei Paul Bocuse mit pochiertem Ei auf Brioche, Pilzpüree, Spargel, rohem Schinken und Sauce béarnais oder den Kürbisravioli mit Salbei, Mandeln und Grana Padano Käse oder Moqueca mit geschmortem Fisch auf französische Art.


Als süßer Abschluss wird hier ein Petit Gâteau aus der typischen Doce de Leite mit einer Hülle aus Quark und Käse aus der Serra da Canastra serviert.

Da es hier nur 60 Plätze gibt und das Restaurant noch neu ist, sollte man möglichst früh kommen. Und es nicht eilig haben. Dann kann man entspannt in der Schlange warten, während man ein Glas Wein genießt und schon voll Sehnsucht über seinen nächsten Aufenthalt in Rio de Janeiro nachdenkt.


Foto: Ana Cecilia Brignol
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