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07.06.2016

17 „geheime Orte“, die Sie in Funchal besuchen sollten

von Sofia Vasconcelos

17 hidden gems you must visit in Funchal

17 „GEHEIME ORTE“, DIE SIE IN FUNCHAL BESUCHEN SOLLTEN 

 

Im Funchal gibt es keine schlechte Aussicht.

Funchal ist eine Stadt für Jung und Alt, eine Stadt für jeden Geschmack. Und sie hat das gewisse Etwas einer Stadt, in der sich die Menschen auf der Straße noch grüßen.
Man sollte die Stadt in Ruhe und Hand in Hand zu Fuß genießen und sich an der Sonne, dem blauen Himmel und den prächtigen Farben erfreuen, die man hier überall findet, während man sich auf Entdeckungstour begibt.

Ich habe schon oft gesagt, dass es schwierig ist, Funchal in nur einer Woche kennenzulernen.

Obwohl ich hier geboren wurde und hier lebe, habe ich das Gefühl, dass ich immer noch nicht alle Geheimnisse der Stadt kenne, so groß ist das kulturelle Erbe. Je besser ich sie kennenlerne, desto mehr möchte ich erfahren. Und es war genau diese Neugier, die mich dazu veranlasst hat, diese „geheimen" Orte zu enthüllen, die dem normalen Touristen so leicht entgehen. Und das wäre wirklich schade . ..

 

1. Die Säle im Hauptgeschoss des Palácio de São Lourenço
Dieses nationale Denkmal steht der Öffentlichkeit kostenlos offen und während des Besuchs kann man die herrlichen Säle im Hauptgeschoss des Palastes bewundern. Sie können den Sala dos Retratos besuchen, mit Bildern der ersten Gouverneure der Insel, z. B. João Gonçalves Zarco.

Außerdem können Sie den Salão de Baile mit seiner vergoldeten Stuckdecke besichtigen; den Sala Vermelha mit kostbarem französischem Mobiliar; und den Sala Verde mit herrlichen Wandgemälden mit Bezug auf Madeira, die von Max Romer, einem deutschen Künstler, der von 1922 bis 1960 auf der Insel lebte, gezeichnet wurden.


Adresse: Avenida Zarco

2. Das Orchestrion im Museum Quinta das Cruzes


Das Orchestrion des Museu das Cruzes ist nur ein Grund, weshalb sich ein Besuch in diesem Museum lohnt. Diese Rarität aus der Welt der mechanischen Musikautomaten wurde von Limonaire Frères in Frankreich konstruiert, vom Vicomte Cacongo im Jahre 1900 auf der Weltausstellung in Paris erworben und nach Madeira gebracht. Der Musikautomat wurde seinerzeit zur Unterhaltung auf Bällen und Gartenfesten genutzt und spielte Walzer und Polkas. Wenn wir die Musik des Orchestrions heute hören, können wir den Glanz und Glimmer der damaligen Zeit neu erleben. Nutzen Sie den Besuch im Museum, um verschiedene Kunstgegenstände, Mobiliar aus Portugal und anderen Ländern, Gemälde, Schmuckstücke, Keramiken und Skulpturen zu bewundern.

Adresse: Calçada do Pico 1

 

3. Die Hutfabrik von Santa Maria
Wussten Sie, dass Sie sich einen maßgefertigten Strohhut kaufen können? In der Altstadt Funchals befindet sich die Fábrica de Chapéus von Senhor João Pestana. Nachdem Maß genommen wurde und Sie sich für Ihr Hutmodell entschieden haben, müssen Sie nur noch Ihre Bestellung aufgeben und einen Termin für die Lieferung ausmachen. Machen Sie sich bereit für Ihren großen Auftritt an der Sonne ;)

Adresse: Rua de Santa Maria 237

 

4. Praia de São Tiago
Der kleine Strand Paria de São Tiago befindet sich direkt neben dem Hotel Porto Santa Maria und lädt seine Besucher in der Bucht von Funchal zu einem Sprung ins kühle Nass ein. Hier finden Sie außerdem eine kleine Strandbar, an der Sie einen Drink oder Kaffee trinken und die herrliche Aussicht auf den Hafen von Funchal genießen können.

Adresse: Neben der Festung São Tiago.

 

5. Die Stadtmauer von Funchal
Nach einem Angriff französischer Piraten im Jahre 1560 wurde mit den Arbeiten zur Befestigung von Funchal begonnen. Um Funchal herum wurden Mauern errichtet und Ende des 16. Jh. war der Bau der Stadtmauer abgeschlossen. Man geht davon aus, dass die Stadtmauer Funchals einst fünf Tore hatte. Eines davon ist noch heute auf dem Platz Largo dos Varadouros zu sehen. Es sei angemerkt, dass es sich hierbei um einen Nachbau des ursprünglichen Stadttors handelt. Die Krone, das königliche Wappen und die Steintafel sind aber original.

Im Bereich von Santa Maira zog sich die einstige Stadtmauer an der Küste entlang. Heute sind jedoch nur noch wenige Abschnitte des Bauwerks erhalten. Einen können Sie an der Außenseite des Hotels Porto Santa Maria sehen.

Adresse: Hotel Porto Santa Maria und Largo dos Varadouros

 

6. Miradouro do Pináculo
Ce belvédère est situé sur le sommet d'une falaise de 283 mètres de hauteur et, pour moi, c'est une des plus belles vues de Funchal. Profitez-en !!


Adresse : Rua Conde Carvalhal

 

7. Fleischsandwich auf dem Mercado dos Lavradores
Die Menschen auf Madeira leben nicht nur vom traditionellen Fleischspieß. Das Fleischsandwich, das Sie am Eingang des Mercado dos Lavradores probieren können, ist ein weiteres, hoch geschätztes Geheimnis der Einwohner von Funchal, die jeden Freitagmorgen hierherkommen, um ihre wöchentlichen Einkäufe zu erledigen. Diese typische Spezialität wird mit Schweinefleisch zubereitet, das in Weißwein mit Lorbeer, Essig, Bohnenkraut, Salz, Pfeffer und Knoblauch eingelegt, und in einem typischen Brötchen, dem papo-seco, serviert wird. Dazu sollte man einen „cortadinho" genießen, ein Kaffee mit einem Schuss Schnaps, um den Tag auf originelle Weise zu beginnen.

Adresse: Largo dos Lavradores

 

8. Jardim do Campo da Barca
Der auf der linken Seite von Ribeira de João Gomes gelegene Garten ist mit jahrhundertealten Bäume bestanden, z. B. Palisanderholzbäumen (Jacaranda mimosifolia), Florettseidenbäumen (Chorysia speciosa) und einem enormen Drachenbaum (Dracaena draco ssp. draco), die zur Rast oder einem Picknick am Nachmittag einladen. Aber auch das Zentrum des Gartens lädt zum Genießen ein, mit einer Bronzestatue des Meisters Pedro Anjos Teixeira, eine Hommage an die Blumenhändler Madeiras.

Eines der Geheimnisse dieses Gartens ist, dass sich hier einige Anwohner des Viertels zum Dame- oder Dominospiel treffen.

Adresse: Rua Brigadeiro Oudinot

 

9. Casa de Santana im Botanischen Garten
Sie müssen nicht unbedingt nach Santana kommen, um ein typisches Haus Madeiras aus der Nähe zu sehen. Im Botanischen Garten Funchals liegt, gut versteckt hinter herrlichen Bäumen und Blumen, ein dreieckiges Häuschen mit roten Türen, grünen Fensterläden und Strohdach. Auch wenn man es nicht von innen besichtigen kann, eignet es sich doch als schöne Erinnerung an diesen prächtigen Garten der Stadt. Die große Vielfalt und natürliche Schönheit der Pflanzen sowie die Aussicht auf die Umgebung sind das perfekte Rezept für einen perfekten Morgen.

Adresse: Caminho do Meio

 

10. Capela de Santo António da Mouraria
In der Nähe der Rua da Alfândega liegt eine kleine Kapelle, die 1710 als Vermächtnis des Richters des Alfândega do Funchal, João de Aguiar (der hier auch begraben liegt ), errichtet wurde. An der wunderschönen Pforte, eine der ersten Vertreter des Barocks auf der Insel, findet sich folgende Inschrift: „Ad Salem Sol", ein Verweis auf den Heiligen Antonius, das „rettende Licht des Westens". Im Innern der Kapelle befindet sich eine alte Treppe, die ins Hauptgeschoss der ehemaligen gesetzgebenden Versammlung (Antiga Alfândega do Funchal) führt. Sie stammt aus dem 17. Jh., ebenso wie der schöne Altar mit vergoldeten Barockschnitzereien, die unter anderem ein Bild des Heiligen Antonius mit dem Jesuskind aus dem 18. Jh. zeigen.

Interessant ist, dass sich noch heute auf einem dort befindlichen Grabstein folgende profane Inschrift findet: „Hier liegt der arme Sünder João de Aguiar, Richter auf dieser Insel ..."

Adresse: Avenida do Mar e das Comunidades Madeirenses

 

11. Gartenpavillons
Die „Casinhas de Prazer", frei übersetzt „Pläsierhäuschen", genannten typischen Gartenhäuschen spielten im 17. und 18. Jh. in den Gartenanlagen wohlhabender Bürger der Insel eine wichtige Rolle. Die aus Holzleisten gefertigten Sonnenschirme wurden in der Stadt auch „bilhardeiras" genannt, eine Anspielung auf die „coscuvilheiras", lokale Klatschbasen, die im Schutz der Sonnenschirm ungesehen die Nachbarn beobachteten. Eines dieser Häuschen, jedoch ohne Fensterläden, befindet sich im Garten des Museumshauses Frederico de Freitas. Wenn Sie aufmerksam durch Funchal spazieren, werden Sie in der ganzen Stadt weitere Exemplare entdecken.

Adresse: Casa- Museu Frederico de Freitas, Calçada de Santa Clara 7

 

12. Natürliche Wasserbecken beim Doca do Cavacas
Nicht nur in Porto Moniz und Seixal gibt es die berühmten natürlichen Wasserbecken, sondern auch in Funchal finden sich diese natürlichen Schwimmbecken vulkanischen Ursprungs. Tauchen Sie ein in das Meerwasser der Becken beim Doca do Cavacas und genießen Sie die herrliche Aussicht auf das Cabo Girão. Über einen in den Fels gegrabenen Tunnel gelangen Sie an den Praia Formosa und ans Meer.

In der Nähe befinden sich verschiedene Restaurants, wo Sie die köstlichen Napfschnecken sowie typische Fischgerichte probieren können.

Adresse: Der Zugang befindet sich bei den Treppen an der Uferpromenade des Lido - Praia Formosa.

 

13. Museum Henrique e Francisco Franco
Wenn Sie sich für Kunst interessieren, bietet Ihnen dieses Museum die Gelegenheit, die herrlichen Werke der auf Madeira geborenen Brüder Henrique und Francisco Franco zu bewundern. Von dem Maler Henrique Franco (1883 - 1961) stammen die einmaligen Ölbilder und Skizzen mit Szenen aus dem Alltagsleben Madeiras. Von den Bildhauer Francisco Franco (1885 - 1955) sind verschiedene ausdrucksstarke Skulpturen und Gravuren zu sehen. Auch auf den Straßen Funchals können Sie einige Werke dieses Bildhauers finden, zu denen unter anderem die beeindruckende Statue von João Gonçalves Zarco, dem 1. Gouverneur Funchals, die direkt neben dem Palácio de São Lourenço steht, zählt.

Adresse: Rua João de Deus, 13

 

14. Friedhof und Igreja Inglesa
Obwohl Madeira eine überwiegend katholische Insel ist, gibt es in Funchal, genauer in der Rua do Quebra-Costas, auch eine anglikanische Kirche. Sie wurde im Jahre 1820 auf Initiative des englischen Konsuls Henry Veitch errichtet. Sie ist in neoklassischem Stil gehalten und von herrlichen Gärten umgeben.
In der Nähe der Kirche befindet sich der englische Friedhof, auf dem verschiedene Persönlichkeiten begraben sind, darunter der Arzt und Forscher Paul Langerhans, dessen Name für immer mit den Insulin erzeugenden Langerhansschen Inseln verbunden ist. Er selbst wählte diesen Friedhof als seine letzte Ruhestätte.
Er bezeichnete ihn als „einen echten Friedhof, abgelegen und ruhig; ein guter Ort für die letzte Ruhe".

Adresse: Igreja Inglesa - Rua do Quebra-Costas nº 18, Cemitério Inglês - Rua da Carreira Nº 235

 

15. Fábrica de Santo António
Eines der vielen Wahrzeichen der Insel Madeira ist der traditionelle, aus Melasse zubereitete Honigkuchen, den Sie auf alle Fälle probieren sollten.

In dem Delikatessenladen Fábrica de Santo António im Zentrum von Funchal können Sie diese und viele weitere Spezialität finden, z. B. die auf traditioneller Art hergestellten Fenchelbonbons, die Maracuja-Marmelade oder die leckeren Honigplätzchen. Neben dem 1893 gegründeten Geschäft befindet sich ein Laden mit antiken Gegenständen und Utensilien, z. B. alten Keksdosen aus Weißblech. Die Fábrica de Santo António ist ein Ort voller Traditionen, den Sie sich bei Ihrem Besuch in Funchal auf keinen Fall entgehen lassen sollten.

Adresse: Travessa do Forno, nº 27/29

 

16. Cais do Carvão
Diese auch als „Pier Wilson" bekannte Anlegestelle wurde 1903 errichtet und befand sich im Besitz des Unternehmens Wilson & Co Ltd. Damals war es üblich, dass die transatlantischen Dampfschiffe auf ihrer Fahrt auf Madeira Halt machten. Dabei wurde am Cais do Carvão die für die Fahrt nach Amerika oder Afrika notwendige Kohle nachgeladen. Die während dieses Zwischenstopps herrschende Hektik soll ein merkwürdiges Bild geboten haben: Die für Afrika üblichen weißen Westen wurden durch einen formellen Anzug ersetzt, die der Bedeutung des Reiseziels Amerika entsprachen. Im Jahre 2004 wurde hier eine meeresbiologische Forschungsstation errichtet. Die Ruinen der alten Anlegestelle sowie einige Maschinen aus der damaligen Zeit können aber nach wie vor besichtigt werden.

Adresse: Promenade am Lido

 

17. Livraria Esperança
Die Geschichte der alten Buchhandlung Livraria Esperança beginnt im Jahre 1886 mit Jacinto Figueira de Sousa, einem Mann, der sein Leben der Kunst des Buchdrucks und dem Verkauf von Büchern widmete. Eine der Besonderheiten dieser Buchhandlung ist die Form, wie die Bücher aufgestellt sind. Sie stehen nicht wie sonst üblich Rücken an Rücken im Regal, sondern sind Deckel an Deckel gereiht - eine sehr eigentümliche Art, die 96.000 angebotenen Exemplare dem Käufer zu präsentieren. Die Livraria Esperança ist die älteste Buchhandlung Funchals und die größte ganz Portugals.

Adresse: Rua Dos Ferreiros 119

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