17 Apr 2019 776
PortoBay Hotels & Resorts
#kultur

500 Jahre Geschichte: PortoBay Flores

Es gibt Hotels und HOTELS MIT GESCHICHTE. 
Mit idealer Lage. Mit einem besonderen Charme, der uns zurück in die Vergangenheit führt. Mit Gebäuden und architektonischen Details, die uns ihre Geschichte erzählen. Mit einem Vermächtnis, das in ihre Substanz eingraviert ist . .. So ist es auch beim neuen PortoBay Flores, dem jüngsten 5-Sterne-Hotel der PortoBay-Gruppe, für das ein symbolträchtiges Palais aus dem 16. Jh. wieder aufgebaut wurde mitten im historischen Zentrum Portos, das voraussichtlich im Sommer 2019 eröffnet wird.

Der Ursprung der Häuser in der Rua das Flores

Dieses palastartige Gebäude ist bei den Einwohnern der Stadt unter dem Namen Casa dos Maias (Name der letzten Familie, die hier wohnte) oder Palácio dos Ferrazes bekannt. Bis ins 19. Jh. war die Familie Ferrazes Bravo, zusammen mit dem ebenfalls adligen Manuel Bravo, Eigentümer des Hauses, bis es von Domingos de Oliveira Maia erworben wurde. Es wurde noch im 16. Jh. von dem Adligen Martim Ferraz in der Rua das Flores erbaut, wo sich bis dahin die Gemüsegärten des Bischofs von Porto befanden. 

Die Straße war eine der Hauptschlagadern der Stadt und der Ort, an dem sich das Bürgertum der Stadt in zahlreichen schönen Herrenhäusern niederließ, die der Zeit entsprechend kleinen Palais glichen und deren Äußeres sich bis heute erhalten hat. Es handelt sich um ein weitläufiges Gebäude, dessen ursprüngliches Aussehen aus dem 15. Jh. durch Arbeiten im 18. Jh. radikal verändert wurde. 

Schöne historische Fassade

An der Fassade kann man die Spuren der langen Geschichte dieses Gebäudes erkennen, speziell an den großen Holztüren, den von dreieckigen Giebeln gekrönten Fenstern, den Balkonen mit Schmiedearbeiten und dem steinernen Mauerwerk, an dem Wappen aus dem 15. Jh. den zentralen Gebäudeteil einrahmen. 

Diese Wappenschilder stammen möglicherweise aus dem 15. Jh., obwohl sie auf einer aus barocken Schriftrollen und Voluten bestehenden Struktur befestigt sind. Hierbei handelt es sich eventuell um eine Folge der im 18. Jh. durchgeführten baulichen Veränderungen. 

Details der Epoche

Im Inneren sind die ehemaligen Ställe des Palais heute dem Eingang des Hotels gewichen.  Durch das Projekt des Architekten Samuel Torres de Carvalho wurden die wesentlichen baulichen Elemente wiederhergestellt. Zu diesen gehören der Boden und das imposante Treppenhaus, in dem die ursprünglichen Granitplatten auch nach 500 Jahren noch vorhanden sind. Im Inneren finden sich außerdem weitere Elemente aus dieser Zeit, z. B. schöne Fayencefliesen, Fenster, steinerne Verzierungen und ein alter Küchenofen, der sich in der Mitte des Ganges befindet, der das Palais mit dem neuen Flügel des Hotels verbindet.

Die breite Eingangstreppe besteht aus zwei seitlichen und einem mittleren Treppenlauf, auf dessen Geländer sechs Säulen ruhen, die bis zu den oberen Räumen reichen. Hier, in den restaurierten Räumlichkeiten der Familie Maia, befinden sich das Restaurant des Hotels und ein Tagungsraum mit natürlichem Licht; beide mit Blick auf die Rua das Flores.

Eines der Geheimnisse der Stadt . ..

Auf der Rückseite des Palais befindet sich ein großer, mit Granitplatten gepflasterter Innenhof, der während der Umbauten im 18. Jh. entstand und in dem sich wahrscheinlich ein barocker Brunnen befand. Der Innenhof birgt noch immer eines der vielen Geheimnisse Portos: eine kleine barocke Kapelle, die aus der Zeit der von dem italienischen Künstler Nicolau Nasoni durchgeführten Renovierungsarbeiten stammt. Dieser war eine Art Michelangelo Portos, wo er zahlreiche Werke schuf, darunter die in der Nähe gelegene Kirche Igreja da Misericórdia und den berühmten Torre dos Clérigos.

Die Herausforderung für den Architekten

Bei dem vom Architekten Samuel Torres de Carvalho geleiteten Projekt für das Hotel war man bestrebt die markanten Elemente des ursprünglichen Palais zu erhalten und zu integrieren, um so dessen Identität zu bewahren.

Auf dem Grundstück stehen zwei Gebäude mit unterschiedlicher Architektur, die sich an gegenüberliegenden Enden befinden und eine sehr unterschiedliche Höhe aufweisen. Im Süden, der Palácio dos Ferrazes in der Rua das Flores und, im Norden, in der Rua da Vitória, ein Gebäude aus der Mitte des 20. Jh. Die Herausforderung des Projekts bestand darin, ein modernes Hotel zu schaffen, das die zahlreichen architektonischen, zeitlichen und topografischen Unterschiede miteinander verbindet und gleichzeitig einen einzigartigen Ort schafft.
Um den Entwurf des Hotels mit 66 Zimmern, Spa, Fitnessstudio, Restaurant und Tagungsräumen zu verwirklichen, wurde das ehemalige Gebäude in der Rua da Vitória abgerissen und ein neunstöckiger Neubau errichtet, der aufgrund seiner Größe und Sichtbarkeit in der Straße sowie seine Auswirkung auf andere Teile der Stadt zwangsläufig mit seiner Umgebung kommunizieren musste. Diese zusätzliche Herausforderung aufgrund der unterschiedlichen Größenordnungen und Gebäude wurde durch einen begrünten Hof zwischen den beiden Gebäuden gelöst, der einen gemeinsamen Raum schafft. Der Einsatz von Stein als Baumaterial spielt eine entscheidende Rolle bei dem zwischen den Gebäuden und der Umgebung hergestellten Dialog. Er dient als leitendes Element, das es ermöglicht, die verschiedenen Baumaßnahmen und Räume zu verbinden und so das einheitliche Gesamtbild zu verstärken.
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